Besonderheiten in der Gemeinde

MargaretenkirmesWarum steht denn als Einstieg ins Kapitel "Beson-derheiten" ein Bild der Oelder Margaretenkirmes? Ganz einfach: Bis 1769 wurde der Tag der Kirchweihe in jeder Pfarrei des Bistums Münster besonders gefeiert. Das änderte sich, weil kirchliches und weltliches Fest zu sehr auseinander drifteten. Mit bischöflicher Verfügung vom 15. März 1770 wurden deshalb alle Kirchweihfeste (mit Ausnahme der Kathedralkirche in Münster) auf den dritten Oktobersonntag verlegt und sollten fortan „ohne alle Gastmahlen und weltliche Lustbarkeiten“ begangen werden. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil aber ist die Feier des Kichweihfestes am Weihetag wieder erlaubt und sogar gewünscht. Weil es die (weltliche) Margaretenkirmes noch gibt, wissen wir, dass die Johanneskirche an einem Margaretentag (20. Juli) geweiht worden sein muss. 1483 erhielt die Kirche ihre erste Glocke; das spricht besonders für 1483 als Kirchweihjahr. Im Jahr 1483 war zudem der 20. Juli ein Sonntag; nur ein Sonntag konnte zu damaliger Zeit der Weihetag sein. Und nach ihrer Zerstörung 1457 dürfte die Kirche bis 1483 wieder so weit hergerichtet gewesen sein, dass regelmäßiger Gottesdienst möglich war. Welche weiteren Besonderheiten aus der Oelder Pfarrei zu berichten sind, das zählt dieses Kapitel in mehreren Beiträgen auf.

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